Handball -> Regeländerungen

Regeländerung für den Jugendbereich des DHB ab dem 1. August 2001

Für die kommende Saison waren viele Regeländerungen im Gespräch, davon eine, die den "Spezialistenwechsel" verhindern soll. Im internationalen Bereich fand sich für diese Änderung keine Mehrheit. Erfahrungen aus den Nationen nimmt die Internationale Handball Federation aber gern entgegen.
Unabhängig davon ist die hier vorgestellte Änderung für den Jugendbereich des Deutschen Handball Bundes seit Jahren diskutiert und nun beschlossen worden.
Nur gültig für den Bereich des DHB!
Im Jugendbereich ist ein Spielerwechsel jedoch nur möglich, wenn sich die Mannschaft in Ballbesitz befindet oder während eines Time-out. Durch die Einfügung dieser Bestimmung nach der Regel 4:4 für den Jugendbereich im DHB wird die Erlaubnis eines ansonsten regelgerechten Spielerwechsels eingeschränkt. In der Regel 4:4 ist der Spielerwechsel grundsätzlich geregelt ­ daran ändert sich auch in der Neuformulierung zum 01.08.01 nichts. Zu bestrafen ist der fehlbare Spieler. Begehen mehrere Spieler in einer Situation einen Wechselfehler ist nur der erste, der eine Regelwidrigkeit begeht, zu bestrafen (4:4, 4:5 ­ bisher 4:5, Erläuterung 4).
Fehlbarer Spieler ist der Einwechselnde
Beim zusätzlichen Wechselfehler im Jugendbereich, wenn die Mannschaft also nicht im Ballbesitz ist und kein Anrecht darauf hat (kraft Regelwerk, durch die Schiedsrichterentscheidung), ist dies anders, denn hier ist der gesamte Wechselvorgang zu beurteilen. Der Wechselvorgang wird mit dem einwechselnden Spieler abgeschlossen und dieser wäre dann der fehlbare dieses Wechselvorganges. Nur so kann dem Sinn dieser Neuregelung, keine Angriffs- oder Abwehrspezialisten auszubilden, Rechnung getragen werden.
Der richtige Zeitpunkt
Der richtige Zeitpunkt eines Wechselvorganges (Beginn und Anschluß) ist

  • Ballbesitz (beginnt mit dem Erobern) und
  • während eines Time-outs (Regel 2:8, Erl. 2 ­ bisher 2:4, Erl. 1)

Um Regelsicherheit zu schaffen, wird der Begriff Ballbesitz für diese Regel wie folgt definiert:
Definition von Ballbesitz
Ballbesitz bedeutet nicht nur, Kontakt mit dem Ball zu haben, z. B. ihn in der Hand zu halten, sondern auch ihn werfen, fangen, stoßen, schlagen oder passen. Man kann

  • ohne Spielunterbrechung in Ballbesitz kommen, z. B. durch Blocken eines Wurfs, Herausspielen des Balls, oder
  • durch eine Entscheidung des Schiedsrichters zum
  • Anwurf (Regel 10:2)
  • Einwurf (Regel 11:1)
  • Abwurf (Regel 12:1, 6:5 ­ bisher Abspiel)
  • Freiwurf (Regel 13:1)

Hat ein Schiedsrichter auf Tor entschieden, ist es also nicht notwendig, dass der Torwart den Ball berührt. Es wäre dem Spielgedanken nicht dienlich, wenn man den Anpfiff zum Anwurf abwarten müsste, um den Wechselvorgang zu beginnen. Dies könnte sogar eine unnötige Verzögerung des Spiels bedeuten.
Analog ist bei einer Entscheidung auf Einwurf, Abwurf und Freiwurf zu verfahren. Hat eine Mannschaft das Recht erwirkt, den Ball in Besitz zu nehmen, beginnt der Zeitpunkt, der den Wechsel erlaubt. Ein Spieler betritt regelgerecht den Auswechselraum und bleibt dort, während seine Mannschaft noch in Ballbesitz ist. Ein Mitspieler wechselt dann korrekt ein.
Kommt es aber zum Ballbesitzwechsel, nachdem der erste Spieler bereits ausgewechselt hat, kann er unbestraft (immer korrekt über seine Auswechsellinie) wieder auf das Spielfeld zurücklaufen. Denn zum Wechseln gehören zwei! Erst der einwechselnde Spieler wäre hinauszustellen, wenn er auf das Spielfeld läuft, während seine Mannschaft nicht mehr in Ballbesitz ist.
Um es zu verdeutlichen: Wechseln ohne Ballbesitz ist ein Wechselfehler, die Hinausstellung ist zwingend vorgeschrieben (16:3a ­ bisher 17:3a).

Kontrolle des Wechselvorganges

Die Kontrolle üben Zeitnehmer und Sekretär in gemeinsamer Verantwortung aus (18:1 ­ bisher 19:2d im Verantwortungsbereich des Zeitnehmers), jedoch ist nur der Zeitnehmer berechtigt, das Spiel zu unterbrechen. Natürlich auch der Schiedsrichter

  • wie bei allen anderen Wechselfehlern,
  • insbesondere im unteren Bereich der Jugend ohne Zeitnehmer/Sekretär.

In der "Eingewöhnungsphase", die regeltechnisch nicht anders behandelt werden kann, müssen sich Trainer (ihrem Wunsch entspricht die Änderung) und Spieler (ihrer Zukunft ist sie dienlich) ebenso konzentrieren wie Zeitnehmer/Sekretär und Schiedsrichter. Das Gespräch vor dem Spiel ist hier deshalb besonders wichtig.
Später ankommende und hinausgestellte Spieler sind nicht betroffen. Spieler, die nach Spielbeginn ankommen (4:1 ­ bisher 4:2) und hinausgestellte Spieler nach Ablauf ihrer Hinaustellungszeit warten natürlich nicht, bis ihre Mannschaft in Ballbesitz ist. Sie wechseln ja nicht ein, sondern ergänzen ihre Mannschaft.

Während eines Time-outs

Das Time-out wird in der Regel 2:8 und Erl. 2 ­ bisher 2:4 Erl. 1 abgehandelt. Da neben Ballbesitz auch dieses zweite Kriterium für diesen Wechsel im Jugendbereich ausreicht, erlangen die drei kurzen Pfiffe hier eine zusätzliche Bedeutung.
Der Wechselvorgang ist während eines Time-outs zügig vorzunehmen, wobei der Schiedsrichter das Spiel grundsätzlich erst dann anpfeifen wird, wenn der Grund für die Spielunterbrechung entfallen ist. Dabei überzeugt er sich, ob die Mannschaftsstärke auf der Spielfläche der Regel entspricht. Während eines zügig erfolgten Wechselvorgangs wird er das Spiel nicht anpfeifen. Hier unterstützt ihn der Zeitnehmer stets durch ein Handzeichen.
Scheint ein Spieler, der gerade im Angriff agierte, verletzt kann er nur ausgewechselt werden, wenn der Schiedsrichter die Spielzeit unterbricht. Sonst kann der Spieler zwar sofort regelgerecht aus-, aber ein andere erst einwechseln, wenn seine Mannschaft wieder in Ballbesitz kommt.
Außerdem ist daran zu denken, dass jedes Time-out zum Wischen (soll eingeschränkt werden) auch ein Wechseln für beide Mannschaften ermöglicht, was z. B. beim Time-out vor der 7-m-Ausführung gewollt ist, damit ein Torwartwechsel möglich wird. Die zur neuen Saison beschlossene Regeländerung, bei jeder Hinausstellung Time-out zwingend vorzuschreiben, kommt dem Gedanken der Einschränkung des Spielerwechsels ohnehin nicht entgegen.

DIE SPIELREGELN ­ 2001

Erklärungen und Hinweise zu den Änderungen


Erarbeitet von der Regelarbeitsgruppe der Internationalen Handball Federation. Leitung der Regelarbeitsgruppe: Christer Ahl. Präsident der Regel- und Schiedsrichterkommission der IHF: Kjartan Steinbach
Der IHF-Rat hat etwa 20 substanzielle Regeländerungen vorgenommen, die offiziell zum 1. August 2001 in Kraft treten. Diese Änderungen wurden in einem Dokument zusammengefasst, das dem IHF-Kongress im November 2000 zur Information vorgelegt wurde.
Zusätzlich dazu gibt es auch eine große Anzahl redaktioneller Änderungen des Regeltextes, bei denen es um Struktur, Abfolge und Formulierung ging. Das Regelbuch 2001 ist das erste mit der Ausgangssprache Englisch, wodurch Änderungen in der englischen Fassung erleichtert wurden. Der sich daraus ergebende Text sollte leichter zu lesen und zu verstehen sein, und es sollte leichter fallen, bestimmte Themen zu finden. (Im Text sind Unterstreichungen eingeführt worden, um die Stichwörter in jeder Regel umgehend aufzuzeigen).
Wir hoffen, dass dies für die zahlreichen Verbände von Nutzen sein wird, welche die Regeln von der englischen Sprachfassung aus in ihre jeweiligen Sprachen übersetzen. Doch es wird für die Übersetzer (und auch die Leser) des Regelbuches wichtig sein, auf alle kleinen Änderungen am Text der Regeln und Absätze zu achten, bei denen die Regeln in der Substanz keine Veränderung erfahren.
Dementsprechend ist der vorliegende Text in dem Bemühen erstellt worden, die wichtigsten Änderungen jeder Regel aufzuzeigen und zu erläutern ­ und zwar sowohl die inhaltlichen als auch die redaktionellen.

REGEL 1

Die einzige substantielle Änderung ist bei Regel 1:3 zu finden, bei der nunmehr als Wahlmöglichkeit anerkannt wird, dass einige der Linien der Spielfläche durch einen Farbenwechsel zwischen den Bereichen ersetzt werden, die bislang durch eine Linie getrennt waren. Dies ist natürlich nur eine Wahlmöglichkeit gegenüber der traditionellen Lösung der Linien.
Unter den redaktionellen Änderungen ist zu erwähnen, dass es in den Regeln 1:4, 6 und 7 eine genauere Angabe darüber gibt, wie Torraumlinie, 7-Meter-Linie und 4-Meter-Linie zu ziehen sind.
Zur Unterstützung der Verantwortlichen für Bau und Anstrich der Spielflächen und Tore sind detailliertere `Leitlinien' ganz am Ende des Regelbuches angefügt worden. Diese Richtlinien gehören jedoch nicht zum offiziellen Regeltext.

REGEL 2

In dieser Regel (und den darauf bezogenen Erläuterungen) gibt es mehrere Änderungen sowohl in der Substanz als auch in Struktur und Sprache.
Die Regel ist in drei Abschnitte unterteilt worden:

  • 2:1-2:2 Spielzeit
  • 2:3-2:7 Abpfiff
  • 2:8-2:10 Time-out

Die erste Änderung in der Substanz ist in Regel 2:2 zu finden, in der dargelegt wird, dass jede Verlängerung von 5+5 Minuten durch eine einminütige Pause unterbrochen wird. Es ist unvermeidlich, dass es zuweilen einige Zeit dauert, um die Seiten zu wechseln, und dies bietet den Mannschaften zudem eine Möglichkeit zur kurzen taktischen Besprechung.
Eine Auflistung der Situationen, in denen ein Time-out erforderlich ist, ist in Regel 2:8 eingegliedert worden. Darin ist angegeben, dass nunmehr die Schiedsrichter verpflichtet sind, jedes Mal Time-out zu geben, wenn sie eine 2-Minuten-Strafe verhängen. Dadurch sollen Ruhe und Klarheit in Verbindung mit der Entscheidung gesteigert und vor allem Zweifel darüber vermieden werden, welcher Spieler hinausgestellt wird. Dadurch entfällt auch die Notwendigkeit für die Schiedsrichter, ein subjektives Urteil über eine Entscheidung auf Time-out auszusprechen.
Erläuterung 2 ist mit Regel 2:8 verknüpft. Dabei wird die Art von Situationen aufgezeigt, bei denen die Schiedsrichter "grundsätzlich" ein Time-out geben sollten, und sie gibt Aufschluss darüber, welche Faktoren die Schiedsrichter berücksichtigen sollten, ob sie in einer bestimmten Situation auf Time-out entscheiden sollten.
Regel 2:10 enthält die Grundbestimmungen für ein `Team Time-out'. Erläuterung 3 beschreibt die detaillierte Vorgehensweise. Dabei sollte darauf hingewiesen werden, dass die Regel darüber, wann einer Mannschaft ein Time-out zugesprochen werden kann, erheblich vereinfacht worden ist. Das Time-out kann nunmehr angefordert und umgehend gewährt werden, wenn die Mannschaft in Ballbesitz ist. Zusätzlich dazu ist nunmehr angegeben, dass die `grüne Karte' die obligatorische Methode zur Anforderung eines `Team Time-out' ist.

REGEL 3

Es gibt zwei substantielle Änderungen in dieser Regel. Erstens ist das Höchstgewicht für den Ball `Größe 2' verringert worden, und es gibt nunmehr ein Maximum und ein Minimum für die `Größe 1'.
Die zweite Änderung besteht darin, es den Schiedsrichtern erlaubt ist, jedes Mal einen Reserveball ins Spiel zu bringen, wenn sie meinen, dies könnte Zeit einsparen oder aus einem anderen Grunde wünschenswert sein. (Gemäß den aktuellen Regeln ist dies nur zulässig, wenn der ursprüngliche Ball nicht länger benutzt werden kann). Dies ist eine geringfügige Änderung, da es wohl nicht oft passieren wird, dass der ursprüngliche Ball nicht schnell wieder herbeigebracht werden kann. Hauptzweck der Änderung ist die Verdeutlichung, dass die Schiedsrichter das Recht haben, jedes Mal den Ball zu wechseln, wenn sie dies als angebracht empfinden, selbst in Situationen, in denen nicht behauptet werden kann, dass der ursprüngliche Ball "nicht länger benutzt werden kann".

REGEL 4

Vom redaktionellen Standpunkt aus ist diese lange Regel nunmehr separat in drei Abschnitte unterteilt worden:

  • 4:1-4:3 Zusammensetzung der Mannschaft
  • 4:4-4:6 Auswechslungen und falsches Eintreten
  • 4:7-4:11 Ausrüstung und Verletzungen;

Überdies ist jede einzelne Regel gestrafft worden, um jeweils ein bestimmtes Thema zu behandeln.
Die Regeln 4:5-6 weisen darauf hin, dass das Spiel normal mit einem Freiwurf wiederaufgenommen wird, wenn es wegen eines Wechselfehlers oder falschen Betretens der Spielfläche unterbrochen wurde. Dies erfordert jedoch eine Betrachtung im Zusammenhang mit Erläuterung Nr. 9, welche die Bestimmung für einen 7-Meter- Wurf darlegt, wenn ein Verstoß durch die verteidigende Mannschaft zur Vereitelung einer klaren Torgelegenheit geführt hat.
Regel 4:10 bestimmt erstmals, wie vorzugehen ist, wenn ein Spieler blutet (oder geblutet hat). Die Regel entspricht bestehenden normalen Praktiken, es wurde jedoch als wichtig erachtet, diese Situation zu regeln. Die Schiedsrichter müssen Einfühlungsvermögen für die Situation haben, wenn sie entscheiden, ob die Spielerkleidung ausreichend gesäubert worden ist. Wenn die Spielerkleidung ersetzt werden muss, weil zuviel Blut darauf ist, das nicht entfernt werden kann, dann müssen die Schiedsrichter dem Spieler die Möglichkeit geben, die Kleidung zu wechseln, selbst wenn dies einen Wechsel der Nummern unvermeidlich macht (besondere Reglements sind jedoch zu beachten).
In Regel 4:11 gibt es eine bedeutende Änderung: Wenn derzeit die Schiedsrichter die Erlaubnis anzeigen, während eines Time-outs die Spielfläche zu betreten, um einen verletzten Spieler zu versorgen, gilt diese Erlaubnis für alle Spieler und Offiziellen beider Mannschaften. Dies ist nunmehr geändert worden, so dass die einzigen Zugangsberechtigten zwei Personen (Offizielle oder Spieler) aus der betroffenen Mannschaft sind. Keine anderen Spieler oder Mannschaftsoffiziellen dürfen die Spielfläche betreten.
Spieler dürfen an ihre jeweilige Bank herantreten, um mit ihren Mannschaftsoffiziellen während einer solchen Unterbrechung zu reden, sie müssen aber spielbereit sein, sobald das Time-out verstrichen ist. Jedwede Verzögerung sollte als unsportliches Verhalten beurteilt werden. Überdies gelten - im Gegensatz zu einem Team Time-out - gänzlich die Auswechselregeln, so dass die Spieler darauf achten müssen, nicht gegen diese Regeln zu verstoßen.

REGEL 5

Die alte Regel 5:7 ist gestrichen worden, genau wie die Regeln 6:7c und 7:9, weil es als nicht wünschenswert erachtet wurde, zu versuchen, die Absicht eines Spielers einzu- schätzen, der den Ball über die Seiten- oder Torauslinie hinausspielt. Die einfachere Lösung besteht darin, in all diesen Situationen einen Einwurf zu geben, statt zu versuchen, Situationen auszumachen, die mit einem Freiwurf `bestraft' werden sollten.
In den neuen Regeln 5:9-10 ist nunmehr vorgesehen, dass die Schiedsrichter einen Freiwurf gewähren sollten, wenn ein Torwart sich mit dem Ball unter Kontrolle zurück in sein Tor begibt oder im Torraum steht und den Ball vom Boden ausserhalb aufhebt. Dies wird als eine weitaus angemessenere Konsequenz erachtet als der 7-Meter-Wurf gemäß den alten Regeln 5:11-12, da die Situation keineswegs als klare Torchance gewertet werden kann.
Regel 5:3 ist im Zuge der Diskussionen über mögliche Regeländerungen bezüglich der Ausführung von Freiwürfen überarbeitet worden. Es ist keine redaktionelle Änderung der Regel vorgenommen worden, doch wurde gefolgert, dass die Regel es einem Torwart im Grunde ermöglicht, einen Freiwurf auszuführen, sobald er den Boden ausserhalb der Torraumlinie mit einem beliebigen Körperteil berührt, d.h., es ist nicht erforderlich, daran festzuhalten, dass er den Torraum vor dem Wurf gänzlich verlassen muss.

REGEL 6

Regel 6:5 umfasst eine bedeutende Änderung. Die Situation, in der ein Torwart den Ball in seinem Torraum kontrolliert (ihn fängt oder aufhebt, wenn dieser die Spielfläche nicht verlassen hat), wird nun mit der Situation zusammengefasst oder gleichgesetzt, in welcher der Ball die Torauslinie überschritten hat (zuletzt von einem Gegenspieler oder vom Torwart berührt).
Beide Situationen werden nunmehr zu einem Abwurf gemäss den Bestimmungen von Regel 12 führen.
Der Ball gilt also ­ anders gesagt ­ als technisch `nicht im Spiel', wenn der Torwart ihn kontrolliert. Dies bedeutet beispielsweise, dass der Torwart kein Eigentor erzielen kann, indem er den Ball ins Tor fallen lässt, nachdem er die Kontrolle darüber erlangt hat. Gleichfalls wird das Spiel mit einem Abwurf ­ und nicht mit Freiwurf für die gegnerische Mannschaft ­ wiederaufgenommen, wenn auf Wechselfehler gegen die Mannschaft des Torwarts entschieden wurde, wenn dieser gerade die Kontrolle über den Ball erlangt hat.
Regel 6:7b wird auf gleiche Weise geändert wie die obigen Regeln 5:9-10. Die Schieds- richter werden auf Freiwurf entscheiden (und nicht auf 7-Meter-Wurf), wenn ein Spieler den Ball in den eigenen Torraum spielt und der Torwart den Ball berührt. Die Argumen- tation ist identisch: Die Ahndung der alten Regeln war übertrieben, und die Situation hat nichts mit einer klaren Torgelegenheit zu tun. Nach dieser Änderung wird hingegen erwartet, dass die Schiedsrichter die Regel strikt anwenden und die Mannschaft den Ballbesitz jedes Mal verlieren lassen, wenn ein Abwehrspieler den Ball in den eigenen Torraum gespielt oder gelenkt hat. Regel 6:6 sollte nur gelten, wenn der Ball unbeabsichtigt in den Torraum gelangt (z.B. rein zufällig durch Abprallen, keine Ballkontrolle).
In 6:2c wird eine Änderung vorgenommen, die einfach darauf abzielt, die Regel klarer zu formulieren: Es wird nunmehr gesagt, dass die Abwehr im Torraum zu einem 7-Meter-Wurf führen sollte, insbesondere wenn dadurch eine klare Torchance vereitelt wird.

REGEL 7

Das Augenmerk wurde hier auf das passive Spiel gelegt, und es gab keine Änderungen (mit Ausnahme der Streichung der alten Regel 7:9, wie zuvor erwähnt).
Die alte Regel 7:10 mit Bezug auf passives Spiel ist in zwei Regeln unterteilt worden. Die neue Regel 7:10 erklärt das Grundprinzip und das Verbot von passivem Spiel. Sie weist darauf hin, dass passives Spiel letztlich zum Verlust des Ballbesitzes führt. Regel 7:11 behandelt den Begriff des Warnzeichens".
Eine Anleitung bezüglich der korrekten Bestimmung von passivem Spiel sowie die Verfahrensanweisungen werden in einer umfassenden Erläuterung Nr. 4 geboten. Dies ist eine sehr wichtige Lektüre für Mannschaften wie auch für Schiedsrichter.

REGEL 8

Die Änderungen sind hier weitgehend redaktioneller Art, mit einem `Streamlining' der Regelstruktur:

  • 8:1-2 wie zuvor "erlaubt" und "nicht erlaubt"
  • 8:3-4 Fouls und unsportliches Verhalten führen zu progressiver Bestrafung
  • 8:5-6 `Gefährdung der Gesundheit des gegnerischen Spielers' und `grob
  • unsportlichesVerhalten', die beide zur Disqualifikation führen
  • 8:7 zum Thema Tätlichkeit; die Definition ist von Regel 17 zu 8:7 verschoben worden und wurde spezifischer formuliert
  • 8:8 wie das Spiel wiederaufgenommen wird (mit einem Freiwurf oder 7-Meter-Wurf).

Der `Kommentar' zu Regel 8:2 ist gestrichen worden. Er bezog sich lediglich auf zwei Arten von `Stürmerfouls', d.h. den Abwehrspieler anzurennen oder anzuspringen. Da Stürmerfouls die Form eines beliebigen Verstoßes gemäss der Auflistung unter 8:2b-d annehmen können, wurde eine begrenzte Kommentierung als unangebracht erachtet. Die Kriterien von `korrektem Abwehrverhalten' und `ohne Vorwärtsbewegung seitens des Abwehrspielers gelten jedoch weiterhin in den spezifischen Fällen eines Spielers, der in einen Abwehrspieler hineinläuft oder hineinspringt.

REGEL 9

Keine Änderungen

REGEL 10

Bei Regel 10:3 wurden zwei substantielle Änderungen vorgenommen. Beide zielen darauf ab, die Mannschaften zu ermutigen, häufiger die Bestimmung einer schnellen Ausführung des Anwurfs zu nutzen, die 1997 eingeführt wurde:
1. Der Werfer muss immer noch mindestens einen Fuß auf der Mittellinie haben, muss aber nicht mehr darauf achten, genau in der Mitte zu stehen (insbesondere da dieser Punkt nicht immer markiert ist); eine Toleranz von 1,5 Metern ist nunmehr zu beiden Seiten zulässig (analog zur Ausführung eines Freiwurfes im Bereich der Spielfeldmitte);
2. Es ist den Mitspielern des Werfers erlaubt, sich gleich nach dem Anpfiff des Schiedsrichters zu bewegen, d.h., sie müssen nicht warten, bis der Ball geworfen wurde. Dies ist eine Ausnahme vom allgemeinen Prinzip bezüglich der Ausführung von Würfen.

REGEL 11

Keine Änderungen

REGEL 12

Einige geringfügige redaktionelle Änderungen spiegeln die Änderungen unter Regel 6:5 wider.

REGEL 13

Bei dieser Regel gibt es beträchtliche redaktionelle Änderungen, insbesondere bezüglich Struktur und Abfolge und auch bei der Art, wie der Inhalt unter den einzelnen Regeln verteilt wird. Die Regeln 13:1-5 umfassen verschiedene Aspekte der Entscheidung, einen Freiwurf zu gewähren, während die Regeln 13:6-9 die Ausführung des Freiwurfs behandeln.
Die neue Regel 13:1 bietet eine vereinfachte Auflistung der Situationen, in denen in anderen Regeln erklärt wird, dass das Spiel nach einer Regelwidrigkeit mit einem Freiwurf wiederaufgenommen werden sollte.
Regel 13:2 behandelt die Konzepte der Gewährung von `Vorteil' und Spielfluss, wenn die Mannschaft in Ballbesitz ohne Freiwurf-Entscheidung weiterspielen kann.
Regel 13:4 erläutert die Situationen, in denen ein Freiwurf gewährt wird, obwohl kein Regelverstoß begangen wurde. Zwei dieser Situationen stehen in Verbindung mit der Aufhebung des Schiedsrichterwurfs.
Wenn der Ball die Decke berührt (oder eine Befestigung über der Spielfläche), werden die Schiedsrichter umgehend der Mannschaft einen Freiwurf gewähren, deren Spieler den Ball nicht zuletzt berührt haben. Wenn es eine Spielunterbrechung gibt, obwohl kein Regelverstoß vorliegt, und keine der Mannschaften in Ballbesitz ist, wird der Mannschaft ein Freiwurf gewährt, die zuletzt in Ballbesitz gewesen ist.
Regel 13:6 erläutert im Detail die Bestimmungen für die Stelle zum Freiwurf, insbeson- dere in jenen Situationen, in denen der Freiwurf nicht von der Stelle aus erfolgen kann, an welcher der Verstoß stattgefunden hat.

REGEL 14

Diese Regel wird nunmehr auf gleiche Weise strukturiert, wie oben bei Regel 13 angezeigt: Die Regeln 14:1-3 beziehen sich auf die Entscheidung zur Gewährung eines 7-Meter-Wurfs, und die Regeln 14:4-10 behandeln Fragen in Verbindung mit der Ausführung eines 7-Meter-Wurfs.
Die Regel 14:1 erläutert die Situationen, in denen ein 7-Meter-Wurf gegeben werden sollte. Sie spiegelt die Änderungen der Regeln 5, 6 und 7 wider, d.h., es erfolgt eine Straffung der Regel, so dass ein 7-Meter-Wurf nur in Situationen gewährt wird, in denen eine `klare Torgelegenheit' vereitelt wurde. Erstmals ist die Definition einer `klaren Torgelegenheit' ins Regelbuch aufgenommen worden. Wegen ihrer Länge und der umfangreichen Details wird sie jedoch in Erläuterung Nr. 8 statt in Regel 14:1 selbst angeführt.
SEHR WICHTIG: Die Definition ist ebenfalls erweitert worden. Viele Jahre lang umfasste die `ungeschriebene' Definition im wesentlichen zwei Arten von Situationen:
(1) Ein Spieler hat Ball und Körper unter Kontrolle und hat an der Torraumlinie der gegnerischen Mannschaft nur noch deren Torwart vor sich.
(2) ein Spieler kommt bei einem Gegenstoß alleine auf den Torwart der gegnerischen Mannschaft zu, indem er den Ball kontrolliert prellt oder dribbelt.
In den letzten Jahren ist immer deutlicher geworden, dass diese Definition die Abwehrspieler in die Versuchung bringt, ein Foul zu begehen, unmittelbar bevor der angreifende Spieler den Ball in einer der beiden gerade erwähnten Situationen erhält. Um den Erfolg solcher Taktiken zu unterbinden, wird die Definition einer `klaren Torgelegenheit' erweitert, um - als drittes Szenario - genau jene Fälle zu umfassen, in denen ein Spieler gerade den Ball bekommen soll, durch ein Foul aber dabei behindert wird, den Ball anzunehmen, bevor er sich in einer der beiden geschilderten Situationen befindet. In einem vierten Szenario wird die Definition ebenfalls jene Situationen enthalten, in denen ein Torwart seinen Torraum verlassen hat und ein gegnerischer Spieler den Ball bekommt. Wenn die Schiedsrichter überzeugt sind, dass der Spieler den Ball deutlich ins leere Tor werfen könnte, wenn er nicht gefoult würde, dann wird eine solche Situation ebenfalls der Definition einer `klaren Torchance' gerecht. Die detailliertere und genaue Formulierung ist ­ wie gesagt ­ in Erläuterung Nr. 8 zu finden.
In Regel 14:6 gibt es nun eine Erläuterung zur Absicht der Regel: Nach Ausführung eines 7-Meter-Wurfs darf der Werfer oder ein Mitspieler den Ball nicht berühren, bis dieser einen Gegenspieler oder das Tor berührt hat. Die Spieler der anderen Mannschaft dürfen den Ball jedoch sofort berühren, beispielsweise wenn der Werfer den Ball fallen lässt oder ansonsten den 7-Meter-Wurf unkorrekt ausführt. Die bisherige Formulierung hat dies nicht geklärt, und dies bedeutete, dass die Schiedsrichter umgehend einen Freiwurf für die Abwehr geben mussten, statt Vorteil zu gewähren.
Regel 14:10 enthält nunmehr das (leicht überarbeitete) Verbot einer Auswechslung des Torwarts in letzter Sekunde, wenn ein Gegenspieler zur Ausführung eines 7-Meter- Wurfs bereitsteht. Dies war bisher in einer Erläuterung enthalten.

ALTE REGEL 15

Wie unter Regel 13:4 erwähnt, ist der Schiedsrichterwurf abgeschafft worden. Zusätzlich zu den in 13:4 enthaltenen Situationen, die durch eine Freiwurf- Entscheidung gelöst werden, ist eine der bestehenden (theoretischen) Ursachen für einen Schiedsrichterwurf zu erwähnen. Die alte Regel gibt vor, dass ein Schiedsrichterwurf gegeben werden sollte, wenn "es gleichzeitige Fehler auf dem Spielfläche durch Spieler beider Mannschaften gibt". Mit der Abschaffung des Schiedsrichterwurfs und in Ermangelung dieser selten genutzten Bestimmung werden die Schiedsrichter nunmehr gehalten sein, zu bestimmen, welche Mannschaft zuerst einen Regelverstoß begangen hat. Der gegnerischen Mannschaft wird ein Freiwurf gewährt.

NEUE REGEL 15 (= ALTE REGEL 16)

Diese Regel weist nur einige wenige redaktionelle Änderungen auf, und die Struktur der Regel ist nicht geändert worden. Regel 15:3 ist vereinfacht worden, um klarer aufzuzei- gen, in welchen Situationen der Ausführung eines Wurfs ein Pfiff der Schiedsrichter vorausgehen muss.

NEUE REGEL 16 (= ALTE REGEL 17)

In dieser Regel gibt es sowohl eine Reihe bedeutender Änderungen in der Substanz als auch eine Reihe von redaktionellen Änderungen, die darauf abzielen, einen klareren Überblick und eine logischere Aufteilung der Inhalte zwischen und innerhalb der einzel- nen Regeln zu bieten.
Eine der substantiellen Änderungen ist in Regel 16:12 enthalten. Als Ausnahme zum traditionellen Grundsatz ist anzuführen, dass gegen einen einzelnen Spieler nur eine Strafe in derselben Situation verhängt werden sollte. Die Schiedsrichter erhalten somit eine zunehmende Flexibilität auf folgende Weise:
Wenn ein Spieler, der gerade eine 2-Minuten-Hinausstellung oder direkte Disqualifikation erhalten hat, sich unsportliches Verhalten zuschulden kommen lässt, bevor das Spiel wiederaufgenommen wird, dann wird eine zusätzliche 2-Minuten-Strafe verhängt (was zu 4 Minuten Hinausstellung führt). Derzeit ist die einzig mögliche Maßnahme eine Disqualifikation. Gemäß der neuen Regel sollte dies Fällen grob unsportlichen Verhaltens vorbehalten bleiben. Wenn aus einem solchen Grunde ein Spieler `auf seinem Weg nach draußen' disqualifiziert wird, gilt in diesem Falle auch die 4-minütige Reduzierung auf der Spielfläche.
Die andere bedeutende Änderung ist ein wenig `verborgen' in den Regeln 16:3c, 16:3d und 16:6b. Diese Regeln sehen vor, dass die normalen Regeln für die progressive Ahndung von Spielern, d.h. bis zu drei 2-Minuten-Hinausstellungen, auch im Falle unsportlichen Verhaltens außerhalb des Spielfläche gelten. (Mit anderen Worten: Die direkte Disqualifikation ist nicht mehr länger die einzige Möglichkeit gegen einen Spieler auf der Bank, der zuvor verwarnt oder hinausgestellt worden ist). Gleichfalls ist zur Bestrafung unsportlichen Verhaltens durch Mannschaftsoffizielle eine 2-Minuten-Hinausstellung als Schritt zwischen `gelber Karte' und Disqualifikation eingefügt worden. Wie im Falle der `gelben Karte' gilt das Maximum von einer Hinausstellung kollektiv für alle Offiziellen der Mannschaft, nicht individuell. Die 2-Minuten- Hinausstellung bedeutet nicht, dass der Mannschaftsoffizielle die Bank verlassen muss, doch die Mannschaft wird auf dem Spielfläche während 2 Minuten reduziert. Wie bisher sollten alle Fälle grob unsportlichen Verhaltens natürlich zu einer direkten Disqualifikation führen.
Regel 16:8 (4. Absatz) verdeutlicht, welches die Ausnahmesituationen sind, bei denen die Schiedsrichter gehalten sind, nach dem Spiel einen Bericht über die Disqualifikation einzureichen und somit den zuständigen Instanzen eine Grundlage für jedwede nachfolgende Maßnahme zu liefern. Die Mitgliedsverbände werden dringend aufgefordert, sich an diese Regel zu halten.

NEUE REGEL 17 (=ALTE REGEL 18)

Diese Regel enthält einige redaktionelle Änderungen. So wurden zum Beispiel alle Verweise auf Erstgenannter und Zweitgenannter" Schiedsrichter abgeschafft, und die `Auflistung' der Arbeitsverteilung für Feldschiedsrichter und Torschiedsrichter ist als unangebracht im Regelbuch gestrichen worden.
Die Formulierung bezüglich der schwarzen Kleidung der Schiedsrichter ist ebenfalls geändert worden. Im Zuge der zunehmenden Nutzung anderer Farben durch die Schiedsrichter besagen die Regeln nicht mehr, dass die schwarze Farbe den Schiedsrichtern `vorbehalten' ist, sondern nunmehr, dass die schwarze Farbe `vorrangig für die Schiedsrichter gedacht' ist. Dies soll aufzeigen, dass den Mannschaften abgeraten aber nicht verboten wird, schwarze Spielkleidung zu tragen und dass die Schiedsrichter vorbereitet sein müssen, in der Wahl ihrer Farbe für ein bestimmtes Spiel flexibel zu sein

  • Regel 17:8 umfasst eine bedeutende Änderung. Derzeit hat die Meinung des Feldschiedsrichters Vorrang, wenn die beiden Schiedsrichter unterschiedlicher Meinung darüber sind, welche Mannschaft Ballbesitz erlangen soll, nachdem sie beide einen Verstoß gepfiffen haben. Diese bürokratische Regelung ist nunmehr lediglich Situationen vorbehalten, bei denen sich die beiden Schiedsrichter absolut nicht einigen können. Die Hauptsache ist jedoch, dass sie sich kurz absprechen sollten und die sich daraus ergebende gemeinsame Entscheidung Vorrang haben soll.

NEUE REGEL 18 (= ALTE REGEL 19)

Hier besteht die einzige Änderung darin, dass die unangebracht detaillierten (und teilweise unkorrekten) Anweisungen bezüglich der Arbeitsverteilung zwischen Zeitnehmer und Sekretär entfernt wurden.
DIE IHF-HANDZEICHEN
Das Handzeichen für den Schiedsrichterwurf ist natürlich gestrichen worden. Das Handzeichen für die Erlaubnis zum Betreten der Spielfläche bei Time-out bleibt unverändert, selbst wenn die Erlaubnis nunmehr lediglich für zwei Personen der betroffenen Mannschaft gilt.
Es ist darauf hinzuweisen, dass das Zeichen für Abwurf nunmehr im Prinzip auch in jenen Situationen gilt, bei denen der Torwart den Ball im Torraum unter Kontrolle hat. Das Zeichen muss jedoch nicht so häufig verwendet werden wie in der Vergangenheit, insbesondere da es keine Verbindung zwischen dem Torabwurf und dem Team Time- out mehr gibt.
Die allgemeinen Richtlinien für die Verwendung der Handzeichen sind aktualisiert worden; sie bieten nunmehr klarere Anweisungen dazu, welche Zeichen obligatorisch sind und welche so verwendet werden sollen, wie sie von den Schiedsrichtern in der jeweiligen Situation als notwendig erachtet werden.
`ERLÄUTERUNGEN ZU DEN SPIELREGELN'
Als allgemeines Ziel sind die meisten der bestehenden Erläuterungen entweder in den Regeltext eingegliedert oder gestrichen worden. Statt dessen gibt es mehrere neue Erläuterungen in Verbindung mit Themen, die in der letzten Zeit an Bedeutung gewonnen haben (z.B. passives Spiel, Anwurf und die Definition einer `klaren Torchance'). Die meisten dieser Erläuterungen sind bereits besprochen worden, im Zusammenhang der speziellen Regeln, auf die sie sich beziehen.
AUSWECHSELRAUMREGLEMENT
Es ist anzumerken, dass die Bestimmungen für IHF-Veranstaltungen es erfordern, dass die Mannschaftsbänke genau 3,5 Metern von der Mittellinie aus beginnen. Dies gilt auch als ausdrückliche Empfehlung für Spiele auf allen anderen Ebenen, in der Annahme, dass die praktischen Umstände dies ermöglichen. Es gibt keine grundsätzlichen Änderungen bezüglich des Auswechselraumreglements, doch manche bestehenden Praktiken sind im Text erläutert worden: Die Erlaubnis für Mannschaftsoffizielle, vor der Bank zu gehen, zu stehen oder zu knien, gilt nur für einen Offiziellen pro Mannschaft. Überdies ist es den Offiziellen nicht gestattet, sich über das Ende ihrer Bank hinaus zu den Ecken der Spielfläche zu bewegen.
RICHTLINIEN FÜR SPIELFLÄCHE UND TORE
Obwohl dieser Text aus praktischen Gründen für jene im Regelbuch angefügt wurde, die sich um die Grundmerkmale einer Spielfläche kümmern, wie etwa Materialien, genaue Abmessungen und Farbwahl, ist dieser Text kein Bestandteil des Regeltextes und hat auch nicht den Status der `Regeln'. Nur unter außerordentlichen Umständen sollte es für Mannschaften und Schiedsrichter erforderlich sein, sich auf diesen Text zu beziehen.